Jahresrückblick: Das war 2011

Wie versprochen, melde ich mich auf diesem Blog mit dem allseits beliebten, heiß ersehnten und von langer Hand geplanten Jahresrückblick zurück. Ladies and gentlemen, Vorhang auf! Das war 2011:

JANUAR
Es ist doch noch so lange Zeit…ist es nicht! Sechs Monate vor dem geplanten Termin für die standesamtliche Trauung stehen Maike und ich erst im Rathaus Schöneberg und dann im Neuköllner Standesamt in Buckow auf der Matte, um uns unseren Wunschtermin zu sichern. Davon müssen wir dann gleich mal Jovana und Heiko erzählen: Wir besuchen die beiden in Gütersloh und ich stehe zum ersten Mal in Jahren wieder auf Alpin-Skiern. Ok, es sind nicht die Alpen, nur das Sauerland, aber auch dort lässt sich ein schöner Pistentag verbringen. Auf der Arbeit in Falkensee darf ich mir eine Dönerproduktion von innen anschauen und treffe beim Tennis in Seeburg nicht nur einen lachenden (!!!) Ivan Lendl und Carl-Uwe Steeb, sondern auch gleich noch Frisör Udo Walz. Promi-Alarm im Havelland!

FEBRUAR
Die Ringe sind da! Und sie sind genau so, wie wir sie uns am Computer vorgestellt haben. Darauf wird erstmal angestoßen. Das können wir bald hoffentlich auch für die von mir konzipierte MAZ-Serie „Havelländer Waldgeschichten“, die in diesem Monat in Falkensee startet und die am Ende des Jahres für den Lokaljournalistenpreis eingereicht werden wird. Union schlägt Hertha im Olympiastadion und wir sind dabei. Auf der Berlinale schaue ich einen tollen Scherenschnitt-Film aus Frankreich und einen weniger guten albanischen Film, bei dem ich aber im Kino wenigstens eine Reihe hinter Senta Berger und Michael Verhoeven sitzen darf. Im Potsdamer Stern-Center wird stabhochgesprungen und das ganze mehrere Tage lang redaktionell begleitet. Eine Woche später reist Philip nach Leipzig zu den Deutschen Hallenmeisterschaften, berichtet von dort für die MAZ und wohnt dank eines Online-Schnäppchens gut und günstig im 5-Sterne-Hotel.

MÄRZ
100 Tage vor dem Pfingstsportfest laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Vorberichterstattung, Athletenakquise, das Videoprojekt, alles will geplant und gemacht sein. Doch zwischendurch bleibt in diesem ereignisreichen Monat noch viel Zeit für andere Erledigungen. Zweimal weilt Philip im März in Norddeutschland: Einmal mit seiner zukünftigen Frau zum Entspannungs-Kurztrip in der Till-Eulenspiegel-Stadt Mölln, und dann zum Fortbildungsseminar zur Magazingeschichte in Hamburg. War’s das? Nein, noch lange nicht. Wie immer geht’s zur ITB, wie immer komme ich mit Bergen von Prospekten zurück. Bayer Leverkusen verpasst gegen Villareal den Einzug in die nächste Runde des Europapokals – und ich hätte fast das Spiel verpasst, weil die Mitfahrgelegenheit so endlos lange braucht und „nur noch kurz“ in Duisburg, Essen, Düsseldorf, etc. zwischenhalten will. Achja: Der Anzug für die Hochzeit ist gekauft. Aber das heißt noch längst nicht, dass ich in den folgenden Wochen nicht mehr in den Laden müsste…

APRIL
Vorerst heißt es: Tschüss Falkensee. Die nächste Volo-Station führt mich in die Onlineredaktion. Normalerweise heißt das: vor allem Polizeimeldungen einfügen. Weil mich das nicht reizt, suche ich mir bessere Projekte: Mit Rad und Auto fahre ich den Mauerweg um Berlin fast komplett ab, mache Fotos, Videos und kleine Etappenbeschreibungen. Von der Turn-EM twittere ich für die MAZ, ein deutschlandweit einzigartiger Service. Für die Printausgabe darf ich auch was schreiben. Gemeinsam mit Maike und meinen Eltern geht es ins ehemalige Olympische Dorf von 1936 nach Elstal. Als der Tourguide nach zweieinhalb Stunden zum zehnten Mal ankündigt, uns „das noch später“ zeigen zu wollen, setzen wir uns in einem unbemerkten Moment ab und fahren nach Hause. Wenig später sind wir wieder alle vereint, und diesmal ist sogar noch Simone dabei: Über die Ostertage weilt die ganze Gruppe in Kleindöbra. Besonders schön ist der Ausflug nach Tschechien nach Karlovy Vary (Karlsbad).

MAI
Der eine Online-Monat ist vorüber – ab jetzt wird wieder richtig geschrieben, und zwar in der Landespolitik. Große Themen stehen an: Stasi, Medikamentenschmuggel, Abschiebehaft, Flugrouten und Autoklau. Das macht richtig Hunger: In Kartzow dürfen Maike und ich schon einmal vorkosten, wie lecker das Büffet zur Hochzeit im Juli werden wird Die Vorfreude steigt! Mittlerweile habe ich auch schon einen Anzug fürs Standesamt. Mit dem Pokalfinale – wie immer als Volunteer – und der Langen Nacht der Wissenschaften ist der Veranstaltungskalender gut gefüllt. Mitte des Monats machen wir dann was ganz verrücktes: Von Hamburg aus, wo Maikes Patenkind Finn konfirmiert wird, fahren wir in einer Nacht-und-zum-Glück-nicht-auch-noch-Nebel-Aktion noch am späten Abend nach Gütersloh zu Jovana. Auf der Fahrt unterhält uns die Radioübertragung vom Eurovision Song Contest bestens. Wer sich fragt, warum der ganze Aufwand: In Gütersloh gibt es an diesem Wochenende etwas zu feiern. Die Verlobung von Jovana und Heiko.

JUNI
Das Sportevent des Jahres steigt. Nein, nicht die Frauenfußbal-WM, die war auch ganz nett, und zum Eröffnungsspiel Deutschland-Kanada waren wir sogar live im Stadion. Nein, ich spreche vom Pfingstsportfest. Zwei tolle Tage, Rekordbeteiligung, erstmals bewegte Bilder, ein großes Presseecho, der Auftritt von Berlin – das hat einfach Spaß gemacht! Doch der Juni ist auch der Monat der Musik: Erst Herbert Grönemeyer im Olympiastadion, dann Young Rebel Set im Waschhaus Potsdam. Die Hochzeit rückt derweil unaufhaltsam näher. Höchste Zeit für letzte Erledigungen: Unsere Traurednerin Marion Grant besucht uns und macht sich ein Bild von uns und unserem Leben. Wir sind gespannt, was sie aus ihren vollgekritzelten Notizen für eine Rede entwickeln wird. Und für Maike steht der Junggesellenabschied an – ohne Alkohol, ohne peinliche Spiele, dafür mit guten Freundinnen und viel Spaß. Unzählige selbstgemachte Ketten entstehen an diesem Abend.

JULI
Mein Junggesellenabschied steht an: Mit Alkohol, mit peinlichen Spielen, aber zum Glück auch mit viel Spaß. Allerdings nehme ich aus Hamburg auch ein Mitbringsel mit – eine Erkältung, und das so kurz vor der Hochzeit! Aber es geht alles glatt. Und das Wetter spielt auch mit. Zur standesamtlichen Trauung am 14. Juli können wir im Käfer-Cabrio, das uns unsere Eltern gesponsert haben, nach Hause fahren. Und am Tag danach, zur Feier im Schloss Kartzow, ist es auch so trocken, dass sich ein Großteil des Programms draußen abspielen kann. Dass die Trauzeremonie drinnen ist, stört keinen – denn für die Akustik des Chors ist es ohnehin besser. Aber was rede ich über diese Belanglosigkeiten? Was zählt, ist doch einzig und allein: Es war ein traumhaftes Fest, unvergesslich und einzigartig! Die Flitterwochen verbringt das junge Paar in Sylt auf der Couch. Das Wetter auf der Insel ist wechselhaft. So geht es auch nach der Rückkehr weiter. In Neuruppin, Philips neuester Volo-Station, ist der Juli in diesem Jahr ein herbstlicher Monat.

AUGUST
Philip hätte einen Job – wenn er denn wollte. Er braucht bloß zuzusagen. Aber die Stelle als Lokalsportchef (und einziger Mitarbeiter) in Gransee ist mit zu vielen Nachteilen verbunden – ich sage ab. Kurz darauf meldet sich Stefan Kuschel, der Ressortleiter aus Falkensee. Auch er will mich haben, als Pauschalist, er will mich und keinen anderen. Das klingt gut. Und ich habe nebenbei noch Zeit für den Sportjournalismus. Wenig später sage ich zu. Ansonsten wird in Neuruppin fleißig gearbeitet. Für die Freizeitfront gilt: Wenn das Wetter schon nicht mitspielt, muss man es sich so schön machen. Zum Beispiel mit einem Mehrgänge-Menü im verspielten „Hexenhaus“ in Falkensee oder mit einem Besuch des Basketball-Länderspiels Deutschland gegen China…oder war es doch Mazedonien? Auch im August: Das alljährliche WLU-Wochenende mit alten Freunden aus Kanada-Zeiten. Diesmal wird sich, weil alles andere nicht klappt, auf neutralem Territorium getroffen: Hamburg. Mit Yvonne, Stefan und Ronny, aber leider diesmal wieder ohne Lara, verbringt Philip zwei ereignisreiche Tage an der Elbe.

SEPTEMBER
Und schon wieder Hamburg: Zum Printinterview-Seminar fährt Philip schon wieder in den Norden. Dort plagt ihn, dass er noch nichts erzählen darf über die künftige Beschäftigung in Falkensee, bis der Chefredakteur sein OK gegeben hat. Was er wenig später zum Glück macht. Mehr noch: Er schlägt sogar vor, dass ich – anstatt mein Volo vorzeitig zu beenden und schon ab November als Pauschalist in Falkensee zu arbeiten – doch noch einmal als Volontär dorthin wechseln könnte. Zwischen Kuschel, Mahrla und dem Ratgeber, der mich eigentlich in der Zeit hätte, geht es bei der Telefonverhandlung zu wie auf dem türkischen Basar. Am Ende habe ich, was ich will – und fast gleichzeitig auch noch den Job beim neuen Basketballmagazin BIG klargemacht. Der Rest des Monats im Schnelldurchlauf: Besuch beim ISTAF auf Höhe der Ziellinie, das Konzert der „Wise Guys“, Marathon und Wahl in Berlin.

OKTOBER
Obwohl Maike und Philip den halben Monat in Spanien in den Flitterwochen weilen, bleibt noch genug Zeit für andere Aktivitäten. In Cottbus schauen wir uns den Chor an, der auch bei unserer Hochzeit gesungen hat, in der O2-World gucke ich erst das NHL-Spiel Buffalo gegen Los Angeles und dann eine Woche später mit Petra den Cirque du Soleil. Ole und ich holen endlich seinen privaten Junggesellenabschied für mich nach, der im Juli wegen meiner Krankheit ausfallen musste. Dann aber die Flitterwochen: Zwei Wochen in Andalusien, eine herrliche Finca in Competa mit eigenem Pool und Blick auf die Berge und das Meer, Tapas überall, Malaga, Sevilla, die Alhambra, Höhlen, Palmen und eine komplette Blaskapelle beim Basketball – das war schön, das kann man gern noch einmal machen. Nach der Rückkehr dann aber der Schock: Oma Elisabeth ist tot. Möge sie in Frieden ruhen.

NOVEMBER
Der Monat startet traurig mit der Beerdigung von Oma Elisabeth und endet humorvoll mit dem Auftritt von Kurt Krömer. Dazwischen: der Handball-Supercup mit Ole, die Glatzen vom BFC Dynamo im Friedrich-Ebert-Stadion bei Viktoria 89 – und am 26. November statt des Bayer-Auftritts bei Hertha oder des BLV-Treffens in Kienbaum die Wochenendschulung der MAZ. Verdammte Verpflichtungen! Aber es war ja ok. Mittlerweile ist Philip übrigens für einen Monat im Ratgeber angekommen. Dort hat er zwei Themen: die Sterbe-Beilage (wie passend angesichts der privaten Ereignisse…) und das Thema Altersvorsorge. Er entwickelt sich zu einem echten Experten für Riester, Rürup und Co. Der TSV Tempelhof-Mariendorf tritt derweil aus dem LAC Berlin aus und gründet gemeinsam mit dem SSV Lichtenrade eine neue LG: das Berliner Leichtathletik-Team Süd, kurz BLTS.

DEZEMBER
Das Jahr endet dort, wo es begann und wo auch das kommende beginnen wird: in Falkensee. Philip ist zurück im Havelland und fühlt sich gleich wieder pudelwohl. Er könnte pogen vor Freude – so wie die Massen beim Beatsteaks-Konzert in der Max-Schmeling-Halle. Doch halt. Bei aller Euphorie holt ihn der elende Papierkrams von Künstlersozialkasse, Arbeitsagentur und Gründerzuschuss rasch wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Weihnachten dann eine Premiere: Zum ersten Mal feiern Philips Eltern, Philips Tante und Cousinen, Maikes Oma und Maikes Eltern gemeinsam an einem Ort. Alle sind glücklich. Let’s do it again – in 2012!

27.12.11 17:15

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