Good-bye, Falkensee

Die Zeit in Falkensee ist vorbei - jetzt kommen drei Monate im Mantel in Potsdam, davon einer in der Online-Redaktion und zwei in der Landespolitik. Wie war es also gewesen in den vergangenen fünf Monaten im Havelland?
Ich habe mich im Havelland, wie zuvor auch schon in der Lokalredaktion in Brandenburg an der Havel, sehr wohl gefühlt. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, in das Team integriert zu sein. Der Umgang miteinander war sehr freundschaftlich, es wurde gemeinsam gefrühstückt und gegessen, es wurde gescherzt und geplaudert. Schnell wurde deutlich: In Falkensee herrscht ein gutes Miteinander. Falls mal jemand einen Termin nicht wahrnehmen konnte – kein Problem, dann springt jemand anders eben für ihn ein.
Was ebenfalls schnell auffiel: Die Redaktion ist äußerst gut organisiert. Und gleichzeitig angenehm unaufgeregt. Am Montag gibt es eine Themen- und Terminbesprechung für die kommende Woche, jeden Abend wird die Ausgabe des kommenden Tages noch einmal im Detail besprochen. Ebenfalls abends schaut die gesamte Redaktion noch einmal über alle Seiten drüber, bevor diese in Druck gehen, und überprüfen Überschriften, Unterzeilen, Vorspänne und auch die Optik der Seiten. Auf diese Weise können einen Menge Fehler und unschöne Formulierungen noch rechtzeitig geändert werden. Alle 2 Wochen gibt es mittwochs eine ausführliche Blattkritik, bei der im Rotationsprinzip ein Mitglied der Redaktion die vergangenen 14 Tage bewertet.
In Sachen Stilformen konnte ich mich in Falkensee austoben. Kurze, nachrichtliche Beiträge wechselten sich ab mit längeren Reportagen und Interviews. Ich hatte den Eindruck, dass besonders letztere gerne gesehen und auch gerne gelesen wurden. Viel Wert gelegt wird im Havelland auf die lange, ganzseitige Samstagsgeschichte. Etwas, mit dem ich vorher noch nicht allzu viel Erfahrung hatte. Insofern war mein Aufenthalt in Falkensee auch sehr lehrreich, denn man gab mir viele wertvolle Hinweise zum szenischen Schreiben, zur szenischen Recherche, zum Strukturieren längerer Geschichten, etc.
Mein abschließendes Fazit also: Eine tolle Redaktion und wirklich schöne fünf Monate!

4.4.11 21:18

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