Chillen bei Till

Dank Jochen Schweizer verbrachten Maike und ich an diesem Wochenende zwei herrlich erholsame Tage in Mölln. Mölln, das klingt erst einmal nicht besonders spektakulär, und unter uns gesagt ist es das auch nicht, aber es war genau das richtige, um mal ein bisschen durchzuatmen nach den vor allem für Maike ziemlich anstrengenden letzten Wochen. Also Samstag aufgebrochen und in Schleswig-Holstein angekommen erst einmal einen Sack leckerer Landkartoffeln eingeladen. Dann aber rein in die Till-Eulenspiegel-Stadt Mölln. Bei schönstem Wetter stöberten wir durch die kleine Altstadt voller Backstein und Fachwerk, gönnten uns einen Kuchen im Sonnenschein und begaben uns dann auf eine anderthalbstündige Stadtführung durch den kleinen Ort. Naja, eigentlich ist das zuviel gesagt - es ging weniger durch den Ort als vielmehr um den Marktplatz herum, mit nur wenigen Stationen, zu denen dann umso mehr erzählt wurde. Das war mal kurzweilig, mal langwierig. Immerhin wissen wir nun, dass Mölln das zweitälteste Rathaus in ganz Norddeutschland besitzt, haben gelernt, was es mit den Wandbemalungen und anderem Interier in der Kirche auf sich hatte, und haben natürlich immer wieder Episoden aus dem Leben von Till Eulenspiegel erfahren, der ja in Mölln gestorben sein soll. Nach der Führung war die Sonne weg. Es fröstelte uns - also ab ins Hotel Waldhof (mitten im Wald gelegen, also auch mitten im Funkloch) und dort dann ab in die Sauna. Gut erholt ging's danach zum Abendessen, ein 3-Gang-Menü aus Kartoffelsuppe, Wildgulasch mit Mandelbällchen und Apfelstrudel mit Vanilleeis.
Am nächsten Morgen ein ebenso leckeres Frühstück (um Längen besser als das, was uns Ende Oktober in dem Jochen-Schweizer-Hotel in Stralsund zugemutet worden war) und dann uff-uff. Uff nach Ratzeburg, wunderschön gelegen zwischen mehreren Seen, aber am Sonntagmorgen auch ganz schön verlassen. Erst als wir mit der Dombesichtigung schon fertig und auf dem Rückweg zum Auto waren, kamen die Ratten (alias Kurgäste) aus ihren Löchern (sprich Hotels). Zurück nach Mölln, denn wir wollten unbedingt nochmal in das Eulenspiegel-Museum, wo man doch so viel über den Schalk und Scharlatan erfahren sollte. Die Betonung liegt dabei auf "sollte". Haben wir aber nicht. Ganz schlecht gemacht, man erfährt eigentlich gar nix, was man nicht auch schon vorher wusste, vor allem auch fast überhaupt nichts zu seinen Streichen. Nach einer Viertelstunde waren wir wieder draußen! Auch das Möllner Stadtmuseum gegenüber war nicht der Brüller, aber immerhin waren wir da länger drin. Also nach Hause? Also nach Hause! Hat aber trotzdem Spaß gemacht, das Chillen bei Till.

21.3.11 09:32

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