Jahresrückblick 2010

Man glaubt es kaum, aber schon wieder ist ein Jahr vorüber. Ein schönes, ein erlebnisreiches. Weißt du noch damals...als ich und du... Nein? Dann pass mal gut auf - hier kannst du alles noch einmal haargenau nachlesen:

JANUAR
Frisch eingezogen in die neue Wohnung, heißt es den ganzen Monat über: Einrichten, Herrichten, Schönmachen. Bilder kommen an die Wand, Kalender, die letzten Lampen. Schnell kristallisiert sich heraus: Einer der beiden Schreibtische ist tendenziell aufgeräumter als der andere...das geht ja gut los! Genauso wie das Volontariat bei der Märkischen Allgemeinen: Erst gibt es zwei Wochen Einführung in Potsdam mit allem, was ein angehender Volo wissen muss, anschließend lernen wir beim Grundkurs in München alles Wichtige zu Reportagen, Interview und Presserecht. Ein bisschen Zeit für einen Besuch bei 1860 in der Allianz-Arena und bei den Eishockeyspielern des EHC bleibt auch noch - ersteres sogar dienstlich! Als ich zurück komme, ist Maike weg. In Halle. Dort werden Jovana und sie mit dem dbl-Förderpreis für Logopäden ausgezeichnet. Wie gesagt: Das geht ja gut los!

FEBRUAR
Erste MAZ-Station ist der Sport. Zu den Olympischen Spielen braucht man dort einen Volontär. Eigene Texte zu Vancouver darf ich aber nicht schreiben, das übernimmt dpa. Aber einfügen und redigieren ist ja auch eine schöne Aufgabe... Dafür schreibe ich über Fechten und Tischfußball, über Iaido, Billard und Drachenbootfahren - kurzum, man erweitert seinen Horizont. Im Stabhochsprung kenne ich mich dafür schon aus, entsprechend groß ich mein journalistischer Auftritt beim Springen im Stern-Center. Danach schnell nach Hause: Natürlich Olympia gucken!

MÄRZ
Ganz schön viele Sonntagsdienste im Sport! Ich weiß gar nicht, wie ich es trotzdem geschafft habe, so viel zu unternehmen in diesem Monat. Die Wohnung wird partytechnisch eingeweiht, der rote Flitzer zum ersten Mal inspiziert. Mit Stefan gehts zur ITB, Kataloge abgreifen, anschließend gemeinsam mit Ole zu Hertha gegen Nürnberg, Abstieg und Krawalle beobachten. In Hamburg feiert Ingelmann Geburtstag - wir sind vorher noch kurz im Miniatur-Wunderland. Schließlich erklärt uns Horst Evers noch, warum technische Geräte auch gut in der Hand liegen müssen: Damit man sie besser werfen kann.

APRIL
Tschüss Sport, hallo Brandenburg. Also das am Fluss, nicht das Land. Brandenburg an der Havel ist meine erste Lokalstation, statt Sport geht es nun um Erotikfotos, Arbeitsrecht in der DDR und Kochkurse mit Unkraut. So etwas nennt man dann wohl bunte Mischung. Ich fühle mich jedenfalls auf Anhieb wohl in BBH - wenn es doch bloß nicht immer so weit wäre! Maike und ihre Mama fliegen dank eines gerade noch rechtzeitig besänftigten Vulkans auf Island nach Colorado. Neid! Aber das Alternativprogramm in der Heimat ist auch nicht von schlechten Eltern: Der TSV gewinnt nach wirklich hartem Kampf bei der Spreeradio-Vereinsolympiade in Templin Silber und einen Besuch bei Rod Stewart.

MAI
Das Trainingslager in Zinnowitz steht wettermäßig unter keinem guten Stern. Es gibt auch respektable Tage, aber auch welche, an denen Usedom im Regen versinkt. Wir machen trotzdem das beste draus, schließlich wird es für längere Zeit mein letztes Trainingslager sein. Viel Programm gibt es am Pfingstwochenende: Zunächst geht es für zwei Tage zu Jovana und Heiko nach Gütersloh, am Montag mit meinen Eltern ins Friedhardt's. Eine Woche treffen wir Petra und Martin schon wieder, gemeinsam mit Torben, Uta, Feli, Andreas und Simone. Grand! Prix! Party! bei uns zuhause, mit viel Spaß, viel Feuer, ein paar Schmetterlingsflügeln und einem deutschen Sieg durch Lena. Achso, fast vergessen: 7 Jahre sind wir zwei jetzt eins. Ich möchte sie nicht missen.

JUNI
Die WM geht los, und mit ihr die Zeit der Abende vor dem Fernseher. Ausgang gibt es nur an den Wochenenden: Auf dem Bergmannstraßenfest, im Zoo, im Naturkundemuseum. Oder auf dem Havelfest in Brandenburg an der Havel - mit Revolverheld - bei meinem einzigen Wochenenddienst dort in fünf Monaten. Die Forward-Sache geht vor Gericht. Und ich steig zum ersten, aber längst nicht zum letzten Mal in diesem Jahr in ein Kanu in Wesenberg, diesmal mit den B- und A-Schülern vom TSV.

JULI
Was lange währt, wird endlich gut: Gleich zu Monatsbeginn steigt endlich das bekanntlich seit April feststehende Rod-Stewart-Konzert mit den TSV'lern. Dann wird es heiß, seeeehr heiß. Erdbeeren pflücken kann man da nur noch früh am Morgen. Was aber, wenn man Besuch hat, zum Beispiel aus Kanada, Schwaben und Schweden? Was, wenn das WLU-Treffen in diesem Jahr in Berlin stattfindet? Dann muss man da durch, dann guckt man sich auch bei warmem Wetter die Sehenswürdigkeiten von Berlin und Potsdam an. Schließlich ist Lara auch endlch zum ersten Mal dabei. Weg ist dafür nach einem Jahr das ASS-Auto. Hin und weg sind Maike und ich von den sportlichen Leistungen bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften in Braunschweig. Danach verlässt sie mich und bereist Bremen und Sylt, alleine. Ich gönne mir einen Ausflug nach Brandenburg an der Havel mit Martin - schließlich habe ich zwar fünf Monate dort gearbeitet, aber nie so richtig Zeit gehabt, mir auch die Sehenswürdigkeiten anzuschauen und Fotos zu machen. Bis jetzt. München kennenwir auch schon fast in- und auswendig: Zum zweiten Mal geht es zum Grundkurs, zum zweiten Mal an die Isar, und zum zweiten Mal ist auch wieder ein bisschen Zeit für Fußball (Bayern II-Burghausen).

AUGUST
Maike spelt Birthday-Planner und organisiert ein rauschendes Fest zum 50. Geburtstag ihrer Mutter. Gefeiert wird auch in Dessau bei den Norddeutschen Meisterschaften: Marcel holt den Titel, es ist der krönende Abschluss einer tollen Saison und für mich zumindest vorläufig zugleich auch meiner Trainerlaufbahn. Gefeiert wird auch bei meiner Volo-Kollegin Nadine - irgendwann im Laufe des Abend entsteht die Idee von den bedruckten M&M's, die später noch wichtig werden soll... Der Forward-Streit endet ohne Gerichtsurteil; ich kriege mein Geld! Ausgeben kann man dieses zum Beispiel beim Gauklerfest, beim Kanu-Wochenende in Wesenberg (aha, Déjavu!) mit Andreas, Maike und Viola, beim DFB-Pokal Berliner AK gegen Mainz oder im Satama-Saunapark am Scharmützelsee.

SEPTEMBER
Maike wechselt von Spandau nach Steglitz, ich wechsele von Brandenburg an der Havel in die Wirtschaft. Dort wage ich mich gleich an die großen Themen, fahre nach Gorleben und fliege sogar auf EU-Kosten nach Straßburg, um dort das Europaparlament näher kennenzulernen. Feine Sache, immer wieder gerne. Spaß macht auch der alljährliche Helferstand beim Berlin-Marathon mit so vielen fleißigen Händen wie nie zuvor, oder die Fahrt zur DSMM-Endrunde in Lage, wo das LAC Berlin Silber gewinnt und die Pfingstsportfest-Flyer reißenden Absatz finden. Zum ersten Mal seit den Krawallen gegen Nürnberg setze ich wieder einen Fuß zu einem Hertha-Spiel. Siehe da: In Liga 2 können sie sogar noch gewinnen.

OKTOBER
Volles Programm in diesem Monat: Kein Wochenende vergeht ohne Höhepunkte. Zunächst sind wir mit meinen Eltern in Kleindöbra - das heißt lecker essen und nach Kronach zur Burg fahren. Dann unser gemeinsamer Urlaub: Kroatien! Dubrovnik! Split! Die Inseln Brac und Hvar! Das Biokovo-Gebirge! Delphine, Sonnenschein, Lavendel, klarklares Wasser, frische Orangen. Aber auch Laser und dubiose Polizisten. Und ein Heiratsantrag am 12. Oktober, einem Tag für die Ewigkeit. Es gibt also viel zu erzählen, als Jovana und Heiko uns eine Woche später in Berlin besuchen. Und es gibt viel zu reflektieren, als wir zum Monatsausklang ein Wochenende in Stralsund und Rügen verbringen und an der See noch einmal ein bisschen Kraft tanken für kommende Aufgaben.

NOVEMBER
Schon wieder ist eine MAZ-Station vorüber. Dem Volontär ist nix zu schwer, drum wird er jetzt zum Falkenseer...oder so ähnlich. Das eine Hochzeit so schwierig ist und man derart viel organisieren muss, haben wir hingegen nicht geahnt: Was zieht man an? Welche Ringe sollen es sein? Wer wird Trauzeuge, wer macht die freie Trauung? Und vor allem: Wann und wo heiraten wir? Kremmen, Wandlitz, Diedersdorf, nichts sagt uns so richtig zu. Bis wir Schloss Kartzow finden. Was wohl Kurz Krömer dazu sagen würde? Leider haben wir ihn nicht gefragt, als er im Admiralspalast auftritt. Nur eine von vielen Auswärtsspielen in diesem Monat. Andere Reisen führen nach München zum Seminar mit Marco oder nach Hamburg zum Bayer-Spiel auf St. Pauli. Oder in die märkische Provinz nach Bollmannsruh, wo sich die MAZ zum Lokaljournalistentreffen versammelt.

DEZEMBER
Berlin versinkt in den Schneemassen. Auch in Leverkusen schneit es, als ich mich zum Derby gegen Köln (3:2!) ins Rheinland aufmache. Doch einfach drinnen verkrichen ist nicht - Lotta, der neue Hund von Maikes Eltern, hält uns auf Trab. In Falkens(chn)ee muss derweil noch an der Schreibtechnik für die langen Lesegeschichten gefeilt werden. Aber, wie sagte doch mein Chef: Man muss ja auch noch Vorsätze für das neue Jahr haben. In diesem Sinne: 2010 war schön - 2011 wird besser!

27.12.10 17:43

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Eltern (3.1.11 09:24)
Immer wieder schön, diese Angewohnheit mit dem Rückblick..!!

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen