Jahresrückblick 2012

Wenn hier schon sonst nichts mehr passiert – auf den beliebten Jahresrückblick muss niemand verzichten. Also: Das war 2012…

JANUAR
Philip ist arbeitslos. Zumindest für einen Tag. Um sich die Chancen auf den Gründerzuschuss zu bewahren, meldet er sich erst am 2. Januar aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig. Seine Auftraggeber: die MAZ in Falkensee, der MAZ-Sport, BIG, Aktiv Laufen, Eishockey-News und das Leichtathletik-Magazin. Am liebsten würde er einfach bloß schreiben, aber es gibt ja so furchtbar viel Papierkrams zu erledigen: der Businessplan muss geschrieben, die Homepage aktualisiert und der Antrag an die Künstlersozialkasse ausgefüllt werden. Zu diesem Zeitpunkt ist er noch zuversichtlich, dass das mit dem Gründerzuschuss schon irgendwie klappen wird… In Seeburg schaut Philip den Tennis-Assen Sabine Lisicki und Julia Görges zu, und bei der Grünen Woche schüttelt er (wieder einmal) den Kopf darüber, wie viel die Menschen fressen können.

FEBRUAR
Traditionell geht es im Februar zur Berlinale, diesmal zu einem Film aus der „Generation 14+“ – wobei man angesichts der vielen Sexszenen in „Joven y Alocada“ auch über 18+ hätte nachdenken können. Der Film aus Chile haut Maike und mich nicht wirklich vom Hocker. Dann schon eher der neue, massive und deutlich größere Tisch fürs Wohnzimmer. Ansonsten steht der Monat im Zeichen der Leichtathletik: Ich berichte vom Stabhochsprung-Meeting im Potdamer Stern-Center ebenso wie von den Deutschen Hallenmeisterschaften in Karlsruhe, von dort auch für den Tagesspiegel und die Lausitzer Rundschau. Seit Mitte Februar heißt Philip außerdem Olli. Ich übernehme für zwei Monate die Redakteursstelle von Olli in Falkensee und kümmere mich fortan um die Gemeinden Dallgow-Döberitz und Schönwalde-Glien.

MÄRZ
Es beginnt feierlich: Ole feiert seinen Geburtstag nach, Torben ebenso. Kurz darauf die ITB, ein Pflichttermin in jedem März. Wie immer komme ich mit Bergen von Prospekten nach Hause und plane in Gedanken schon die nächsten Reisen in ferne und nicht so ferne Länder. Vorerst aber fahren Maike und ich bloß nach Bremen und besuchen Kathy und ihren (Noch-)Freund Ole. Die Stadt wird erkundet und im Outlet-Center fleißig eingekauft. Ende des Monats kriegen wir dann Besuch von Max aus Köln, den ich vor Jahren (ich glaube es war im Sommer 1999) im Rahmen des Into-Austauschs nach Kanada kennengelernt hatte. Immer wieder schön, wenn so eine Freundschaft trotz Distanz so lange hält. Achja: Der Gründerzuschuss ist mittlerweile abgelehnt worden.

APRIL
Was für ein Osterwochenende! Karfreitag geht es ins Grips-Theater zum köstlichen „Frau Müller muss weg“, Samstag dann ins Kino zu „Iron Sky“. Ostersonntag fahren Maike, Simone, Torben und ich gemeinsam nach Wünsdorf und besichtigen die ehemalige Bunker- und heutige Bücherstadt. Und am Ostermontag schließlich wird lecker gebruncht. Das gibt Kraft für die anstehende Steuererklärung, die erste gemeinsame der nicht mehr ganz so frisch Verheirateten. Mitte April geht es mal wieder nach Gütersloh. Dort stecken wir die Köpfe über diversen Skiprospekten zusammen und planen unseren Skiurlaub mit Jovana und Heiko im Januar 2013. Zu dem Zeitpunkt konnte ja noch keiner ahnen, dass wir uns die Planungen hätten sparen können… Ein paar Tage später wird Philip 29, er feiert am Wochenende darauf und ist tags darauf mit Andreas schon wieder fleißig beim Spreewald-Marathon. Am letzten April-Wochenende trifft man sich mit Ole in Leverkusen zum letzten Bayer-Heimspiel der Saison gegen Hannover 96. Bayer gewinnt – darauf ein Kölsch, oder zwei, oder drei, oder sechs…

MAI
Es gibt immer noch Dinge, die man noch nie gemacht hat. In diesem Mai werden sie endlich nachgeholt. Ein Kochkurs zum Beispiel, oder ein Besuch im Heidepark. Dort fahre ich sogar Achterbahnen! Einen Tag, nachdem Philip im Olympiastadion die 2:5-Schlappe der Bayern gegen den BVB im Pokalfinale als Volunteer im Bayern-Block hautnah miterlebt, fliegt er dann mit Maike nach Barcelona in den ersten Teil des Jahresurlaubs. Maike verliebt sich sofort in die Stadt und auch Philip genießt das Gewimmel der Altstadtgassen, die Sagrada Familia, das warme Wetter – und vor allem die vielen leckeren Tapas-Bars. Als er zurückkommt, muss er gleich schon wieder los, zum Springermeeting nach Garbsen. Eigentlich eine kurze Fahrt…wenn denn kein Mega-Stau wäre, der bei 30 Grad nochmal doppelt so schön ist. Über die kleinen Käffer erreicht Philip irgendwann sein Ziel – und ahnt nicht, dass die Rückfahrt noch einmal genauso „schön“ werden wird. Ein Wochenende später steht schon wieder Leichtathletik auf dem Programm, diesmal in Dessau. Maike hat ihn sowieso rausgeschmissen, weil die Wohnung voll ist mit Gästen für Jovanas Junggesellenabschied. Da macht es ihr auch nichts, dass Philip am Pfingstsamstag bis nach Mitternacht noch für die MAZ über seinem Text vom weltgrößten Klassentreffen in Falkensee brütet. Tags darauf darf er dann zurück zu seiner Frau – mit der er am 31. Mai nun schon ganze 9 Jahre zusammen ist!

JUNI
Jovana und Heiko heiraten – wir sind dabei und Maike sogar Trauzeugin. Ich darf immerhin die Kamera halten und die Trauzeremonie filmen. Kurz darauf beginnt die Fußball-EM. Es wird viel geguckt, aber es bleibt auch noch genug Zeit für andere Dinge. In der Max-Schmeling-Halle erlebt Philip live, wie sich die deutschen Volleyballer für Olympia qualifizieren. In großem Gefolge mit Maikes Eltern und Martin geht es eine Woche später zum Jazzfest nach Idstein. Trotz miesem Wetter eine schöne Sache und vor allem für Maike fast so etwas wie eine Rückkehr nach Hause. Eine Reise in die Vergangenheit ist auch Philips Abitreffen im Britzer Garten. Zehn Jahre nach dem Abitur im Jahr 2002 treffen sich immerhin rund 30 ehemalige Lieschen-Schüler, um in alten Erinnerungen zu schwelgen und vor allem immer wieder zu fragen: Und was machst du so? Ich hätte antworten können: Ich fliege bald nach Helsinki zur Leichtathletik-EM. Die findet Ende des Monats statt und beschert mir viel Arbeit, viel Knete, viel Spaß und außerdem noch eine prallgefüllte „Bestechungs-Tüte“ von Li-Ning.

JULI
Waren wir nicht gerade erst verreist? Egal! Mitte Juli geht es schon wieder in die Ferne. Ihren ersten Hochzeitstag verbringen Maike und Philip im mittelalterlichen Tallinn. Eine tolle Stadt, selbst wenn das Wetter nicht ganz so berauschend ist. Besonders beeindruckend: wie die einheimischen Frauen mit Mörder-Absätzen problemlos über das Pflaster stolzierten. Von Tallinn aus geht es via Hamburg direkt weiter nach Sylt – für Maike noch zwei Wochen, für Philip immerhin eine. Das Wetter ist auch dort nicht grandios, aber die Insel hat auch bei trübem Himmel ihre Reize. Was sonst noch war in diesem Monat? Viktoria empfängt Hertha BSC zu einem Testspiel „umme Ecke“ im Friedrich-Ebert-Stadion. In der Komischen Oper ist Hochkultur angesagt: „Shadowland“, ein tanzendes Schattenkabinett. Und Ende Juli fangen endlich die Olympischen Spiele an – das abendliche Fernsehprogramm im Hause Voelmy-Häfner ist in den kommenden Wochen entsprechend monoton.

AUGUST
Ein neuer Mann erscheint auf der Bildfläche. Zu diesem Zeitpunkt nennen wir ihn Zwerg, manchmal auch Minimonster. Maike ist schwanger, der Test ist eindeutig und die Freude riesengroß. Vorerst erfahren aber nur unsere Eltern davon und müssen schwören, noch nichts zu verraten. Auch beim WLU-Wochenende ist das Baby kein Thema. Diesmal treffen sich Stefan, Ronny, Yvonne und ich in Berlin, leider ohne Lara. Das Programm bietet allerlei Aktivitäten, die selbst ich als gebürtiger Berliner noch nie gemacht habe: Klettern im Kletterpark, Schwarzlicht-Minigolf, Kanufahren in Klein-Venedig, ein Besuch im Mauerpark und eine Selbstfahrer-Tour mit dem Trabi durchs nächtliche Berlin. Es ist mit Abstand das schlimmste Auto, mit dem ich jemals gefahren bin! Eine Woche nach dem Laurier-Treffen geht es mit Torben und Maike zum Ärzte-Konzert in die Waldbühne. Schließlich soll der kleine Zwerg ja schon mal auf die richtige Musik eingestimmt werden.

SEPTEMBER
Beim Frauenarzt strampelt der kleine Zwerg schon fleißig. Noch aber steht das Geschlecht nicht fest, auch wenn inzwischen fast jeder schon danach fragt. Bei der MAZ hat es mich inzwischen nach Nauen verschlagen, weil Kollege Andreas krank ist und Jens den ländlichen Raum nicht ganz alleine abdecken kann. Bis Ende des Jahres fahre ich deshalb nicht mehr nach Falkensee, sondern teilweise bis nach Friesack. Die Leichtathletik-Saison klingt derweil langsam ab. Das ISTAF ist ein Pflichtbesuch, diesmal wieder als Journalist fürs LA-Magazin und den Tagesspiegel und nicht bloß als Beobachter. Beim Berlin-Marathon hingegen stehe ich wie immer als „Banana Boy“ meinen Mann. Mit Andreas geht es in diesem Monat zweimal auf große Recherche-Tour für Aktiv Laufen: zunächst zu den Stienitzsee Open nach Hennickendorf und dann mit Models und haufenweise Mode nach Hiddensee. Das Wochenende schlaucht wahnsinnig, ist aber trotzdem ein schönes Erlebnis. Und ich denke: Ich habe schon echt einen tollen Job!

OKTOBER
Der Oktober bringt einzigartige Ereignisse – und ich bin dabei: Alba empfängt Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks und damit als erster deutscher Basketballklub ein Team aus der NBA. Deutschland führt in der WM-Qualifikation bereits 4:0 gegen Schweden und spielt doch nur 4:4 unentschieden. Und Berlin feiert 775. Geburtstag. Das Stadtfest im Nikolaiviertel ist allerdings eine einzige Enttäuschung. Umso schöner sind der erholsame Kurztrip nach Kleindöbra und der Besuch von Jovana und Heiko in Berlin mit Minigolf, Marzahner Gärten der Welt und massig Pizza bei unserem neuen Kult-Italiener in Friedenau. Beruflich läuft es weiter bestens. Seit neuestem schreibe ich auch gelegentlich für die Berliner Morgenpost. Die alten Kontakte aus dem Praktikum haben sich bewährt. Maike würde auch gerne arbeiten, doch sie darf nicht. Ihre Chefin erteilt ihr Ende Oktober ein Beschäftigungsverbot.

NOVEMBER
Es ist ein Junge! Die Bilder sind eindeutig, angesichts der gespreizten Beine gibt es keinen Zweifel mehr am Geschlecht. Der kleine Mann erfreut sich offenbar bester Gesundheit, bei der Feindiagnostik strampelt er eine halbe Stunde ununterbrochen. Wahrscheinlich freut er sich einfach schon auf sein neues Kinderzimmer, das wir gerade herrichten, und auf den Kinderwagen, der schon jetzt bestellt wird – schließlich sind die Lieferzeiten länger als bei einem Auto! Bei Kathy wird kurz nach Halloween Kostümparty gefeiert. Ich kurz darüber nach, häufiger mit Vokuhila und Pornobrille auf die Straße zu gehen, lasse den Gedanken dann aber schnell wieder fallen. Vielleicht ja zum Pfingstsportfest 2013, für das die Vorbereitungen in diesem Monat anlaufen. Für Maike und mich beginnen außerdem die Konzertwochen. Den Anfang machen Alabama Shakes. Später erleben wir auch noch den grandiosen Auftritt von Ed Sheeran in der Columbiahalle – ein Geschenk zu Maikes Geburtstag.

DEZEMBER
Maikes Eltern ziehen um. Aus der Ringbahnstraße geht es nach Buckow ins frühere Haus von Maikes Oma. Wir helfen beim Umzug – und ich bin danach erstmal krank. Trotzdem gehen die Kulturwochen weiter: Erst gastiert der Cirque du Soleil in Berlin, eine Woche später rocken Seeed die Max-Schmeling-Halle. Maike und ich entscheiden uns für ein neues Auto, weil in meinen kleinen Hyundai nie im Leben ein Kinderwagen passen würde. Die Wahl fällt auf Skoda und einen Roomster, so richtig schick mit Panoramadach. Kurz vor Weihnachten fährt Maike nochmal nach Gütersloh, um gemeinsam mit Jovana und Adriana tonnenweise Plätzchen zu backen. Ich bin derweil fleißig in Berlin, damit ich an den Feiertagen möglichst nichts mehr arbeiten muss. Das Vorhaben gelingt. Heiligabend findet diesmal im neuen Haus der Voelmys statt, am ersten Feiertag geht es zu Liane und danach zu Margie und Gustl. Silvester schließlich wird in Berlin mit Jovana, Heiko und Adriana gefeiert. Alle wollen wissen, ob wir uns denn schon einen Namen ausgesucht hätten. Ja, haben wir. Der wird aber erst im Jahresrückblick 2013 verraten!

1 Kommentar 29.12.12 16:09, kommentieren

Jahresrückblick: Das war 2011

Wie versprochen, melde ich mich auf diesem Blog mit dem allseits beliebten, heiß ersehnten und von langer Hand geplanten Jahresrückblick zurück. Ladies and gentlemen, Vorhang auf! Das war 2011:

JANUAR
Es ist doch noch so lange Zeit…ist es nicht! Sechs Monate vor dem geplanten Termin für die standesamtliche Trauung stehen Maike und ich erst im Rathaus Schöneberg und dann im Neuköllner Standesamt in Buckow auf der Matte, um uns unseren Wunschtermin zu sichern. Davon müssen wir dann gleich mal Jovana und Heiko erzählen: Wir besuchen die beiden in Gütersloh und ich stehe zum ersten Mal in Jahren wieder auf Alpin-Skiern. Ok, es sind nicht die Alpen, nur das Sauerland, aber auch dort lässt sich ein schöner Pistentag verbringen. Auf der Arbeit in Falkensee darf ich mir eine Dönerproduktion von innen anschauen und treffe beim Tennis in Seeburg nicht nur einen lachenden (!!!) Ivan Lendl und Carl-Uwe Steeb, sondern auch gleich noch Frisör Udo Walz. Promi-Alarm im Havelland!

FEBRUAR
Die Ringe sind da! Und sie sind genau so, wie wir sie uns am Computer vorgestellt haben. Darauf wird erstmal angestoßen. Das können wir bald hoffentlich auch für die von mir konzipierte MAZ-Serie „Havelländer Waldgeschichten“, die in diesem Monat in Falkensee startet und die am Ende des Jahres für den Lokaljournalistenpreis eingereicht werden wird. Union schlägt Hertha im Olympiastadion und wir sind dabei. Auf der Berlinale schaue ich einen tollen Scherenschnitt-Film aus Frankreich und einen weniger guten albanischen Film, bei dem ich aber im Kino wenigstens eine Reihe hinter Senta Berger und Michael Verhoeven sitzen darf. Im Potsdamer Stern-Center wird stabhochgesprungen und das ganze mehrere Tage lang redaktionell begleitet. Eine Woche später reist Philip nach Leipzig zu den Deutschen Hallenmeisterschaften, berichtet von dort für die MAZ und wohnt dank eines Online-Schnäppchens gut und günstig im 5-Sterne-Hotel.

MÄRZ
100 Tage vor dem Pfingstsportfest laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Vorberichterstattung, Athletenakquise, das Videoprojekt, alles will geplant und gemacht sein. Doch zwischendurch bleibt in diesem ereignisreichen Monat noch viel Zeit für andere Erledigungen. Zweimal weilt Philip im März in Norddeutschland: Einmal mit seiner zukünftigen Frau zum Entspannungs-Kurztrip in der Till-Eulenspiegel-Stadt Mölln, und dann zum Fortbildungsseminar zur Magazingeschichte in Hamburg. War’s das? Nein, noch lange nicht. Wie immer geht’s zur ITB, wie immer komme ich mit Bergen von Prospekten zurück. Bayer Leverkusen verpasst gegen Villareal den Einzug in die nächste Runde des Europapokals – und ich hätte fast das Spiel verpasst, weil die Mitfahrgelegenheit so endlos lange braucht und „nur noch kurz“ in Duisburg, Essen, Düsseldorf, etc. zwischenhalten will. Achja: Der Anzug für die Hochzeit ist gekauft. Aber das heißt noch längst nicht, dass ich in den folgenden Wochen nicht mehr in den Laden müsste…

APRIL
Vorerst heißt es: Tschüss Falkensee. Die nächste Volo-Station führt mich in die Onlineredaktion. Normalerweise heißt das: vor allem Polizeimeldungen einfügen. Weil mich das nicht reizt, suche ich mir bessere Projekte: Mit Rad und Auto fahre ich den Mauerweg um Berlin fast komplett ab, mache Fotos, Videos und kleine Etappenbeschreibungen. Von der Turn-EM twittere ich für die MAZ, ein deutschlandweit einzigartiger Service. Für die Printausgabe darf ich auch was schreiben. Gemeinsam mit Maike und meinen Eltern geht es ins ehemalige Olympische Dorf von 1936 nach Elstal. Als der Tourguide nach zweieinhalb Stunden zum zehnten Mal ankündigt, uns „das noch später“ zeigen zu wollen, setzen wir uns in einem unbemerkten Moment ab und fahren nach Hause. Wenig später sind wir wieder alle vereint, und diesmal ist sogar noch Simone dabei: Über die Ostertage weilt die ganze Gruppe in Kleindöbra. Besonders schön ist der Ausflug nach Tschechien nach Karlovy Vary (Karlsbad).

MAI
Der eine Online-Monat ist vorüber – ab jetzt wird wieder richtig geschrieben, und zwar in der Landespolitik. Große Themen stehen an: Stasi, Medikamentenschmuggel, Abschiebehaft, Flugrouten und Autoklau. Das macht richtig Hunger: In Kartzow dürfen Maike und ich schon einmal vorkosten, wie lecker das Büffet zur Hochzeit im Juli werden wird Die Vorfreude steigt! Mittlerweile habe ich auch schon einen Anzug fürs Standesamt. Mit dem Pokalfinale – wie immer als Volunteer – und der Langen Nacht der Wissenschaften ist der Veranstaltungskalender gut gefüllt. Mitte des Monats machen wir dann was ganz verrücktes: Von Hamburg aus, wo Maikes Patenkind Finn konfirmiert wird, fahren wir in einer Nacht-und-zum-Glück-nicht-auch-noch-Nebel-Aktion noch am späten Abend nach Gütersloh zu Jovana. Auf der Fahrt unterhält uns die Radioübertragung vom Eurovision Song Contest bestens. Wer sich fragt, warum der ganze Aufwand: In Gütersloh gibt es an diesem Wochenende etwas zu feiern. Die Verlobung von Jovana und Heiko.

JUNI
Das Sportevent des Jahres steigt. Nein, nicht die Frauenfußbal-WM, die war auch ganz nett, und zum Eröffnungsspiel Deutschland-Kanada waren wir sogar live im Stadion. Nein, ich spreche vom Pfingstsportfest. Zwei tolle Tage, Rekordbeteiligung, erstmals bewegte Bilder, ein großes Presseecho, der Auftritt von Berlin – das hat einfach Spaß gemacht! Doch der Juni ist auch der Monat der Musik: Erst Herbert Grönemeyer im Olympiastadion, dann Young Rebel Set im Waschhaus Potsdam. Die Hochzeit rückt derweil unaufhaltsam näher. Höchste Zeit für letzte Erledigungen: Unsere Traurednerin Marion Grant besucht uns und macht sich ein Bild von uns und unserem Leben. Wir sind gespannt, was sie aus ihren vollgekritzelten Notizen für eine Rede entwickeln wird. Und für Maike steht der Junggesellenabschied an – ohne Alkohol, ohne peinliche Spiele, dafür mit guten Freundinnen und viel Spaß. Unzählige selbstgemachte Ketten entstehen an diesem Abend.

JULI
Mein Junggesellenabschied steht an: Mit Alkohol, mit peinlichen Spielen, aber zum Glück auch mit viel Spaß. Allerdings nehme ich aus Hamburg auch ein Mitbringsel mit – eine Erkältung, und das so kurz vor der Hochzeit! Aber es geht alles glatt. Und das Wetter spielt auch mit. Zur standesamtlichen Trauung am 14. Juli können wir im Käfer-Cabrio, das uns unsere Eltern gesponsert haben, nach Hause fahren. Und am Tag danach, zur Feier im Schloss Kartzow, ist es auch so trocken, dass sich ein Großteil des Programms draußen abspielen kann. Dass die Trauzeremonie drinnen ist, stört keinen – denn für die Akustik des Chors ist es ohnehin besser. Aber was rede ich über diese Belanglosigkeiten? Was zählt, ist doch einzig und allein: Es war ein traumhaftes Fest, unvergesslich und einzigartig! Die Flitterwochen verbringt das junge Paar in Sylt auf der Couch. Das Wetter auf der Insel ist wechselhaft. So geht es auch nach der Rückkehr weiter. In Neuruppin, Philips neuester Volo-Station, ist der Juli in diesem Jahr ein herbstlicher Monat.

AUGUST
Philip hätte einen Job – wenn er denn wollte. Er braucht bloß zuzusagen. Aber die Stelle als Lokalsportchef (und einziger Mitarbeiter) in Gransee ist mit zu vielen Nachteilen verbunden – ich sage ab. Kurz darauf meldet sich Stefan Kuschel, der Ressortleiter aus Falkensee. Auch er will mich haben, als Pauschalist, er will mich und keinen anderen. Das klingt gut. Und ich habe nebenbei noch Zeit für den Sportjournalismus. Wenig später sage ich zu. Ansonsten wird in Neuruppin fleißig gearbeitet. Für die Freizeitfront gilt: Wenn das Wetter schon nicht mitspielt, muss man es sich so schön machen. Zum Beispiel mit einem Mehrgänge-Menü im verspielten „Hexenhaus“ in Falkensee oder mit einem Besuch des Basketball-Länderspiels Deutschland gegen China…oder war es doch Mazedonien? Auch im August: Das alljährliche WLU-Wochenende mit alten Freunden aus Kanada-Zeiten. Diesmal wird sich, weil alles andere nicht klappt, auf neutralem Territorium getroffen: Hamburg. Mit Yvonne, Stefan und Ronny, aber leider diesmal wieder ohne Lara, verbringt Philip zwei ereignisreiche Tage an der Elbe.

SEPTEMBER
Und schon wieder Hamburg: Zum Printinterview-Seminar fährt Philip schon wieder in den Norden. Dort plagt ihn, dass er noch nichts erzählen darf über die künftige Beschäftigung in Falkensee, bis der Chefredakteur sein OK gegeben hat. Was er wenig später zum Glück macht. Mehr noch: Er schlägt sogar vor, dass ich – anstatt mein Volo vorzeitig zu beenden und schon ab November als Pauschalist in Falkensee zu arbeiten – doch noch einmal als Volontär dorthin wechseln könnte. Zwischen Kuschel, Mahrla und dem Ratgeber, der mich eigentlich in der Zeit hätte, geht es bei der Telefonverhandlung zu wie auf dem türkischen Basar. Am Ende habe ich, was ich will – und fast gleichzeitig auch noch den Job beim neuen Basketballmagazin BIG klargemacht. Der Rest des Monats im Schnelldurchlauf: Besuch beim ISTAF auf Höhe der Ziellinie, das Konzert der „Wise Guys“, Marathon und Wahl in Berlin.

OKTOBER
Obwohl Maike und Philip den halben Monat in Spanien in den Flitterwochen weilen, bleibt noch genug Zeit für andere Aktivitäten. In Cottbus schauen wir uns den Chor an, der auch bei unserer Hochzeit gesungen hat, in der O2-World gucke ich erst das NHL-Spiel Buffalo gegen Los Angeles und dann eine Woche später mit Petra den Cirque du Soleil. Ole und ich holen endlich seinen privaten Junggesellenabschied für mich nach, der im Juli wegen meiner Krankheit ausfallen musste. Dann aber die Flitterwochen: Zwei Wochen in Andalusien, eine herrliche Finca in Competa mit eigenem Pool und Blick auf die Berge und das Meer, Tapas überall, Malaga, Sevilla, die Alhambra, Höhlen, Palmen und eine komplette Blaskapelle beim Basketball – das war schön, das kann man gern noch einmal machen. Nach der Rückkehr dann aber der Schock: Oma Elisabeth ist tot. Möge sie in Frieden ruhen.

NOVEMBER
Der Monat startet traurig mit der Beerdigung von Oma Elisabeth und endet humorvoll mit dem Auftritt von Kurt Krömer. Dazwischen: der Handball-Supercup mit Ole, die Glatzen vom BFC Dynamo im Friedrich-Ebert-Stadion bei Viktoria 89 – und am 26. November statt des Bayer-Auftritts bei Hertha oder des BLV-Treffens in Kienbaum die Wochenendschulung der MAZ. Verdammte Verpflichtungen! Aber es war ja ok. Mittlerweile ist Philip übrigens für einen Monat im Ratgeber angekommen. Dort hat er zwei Themen: die Sterbe-Beilage (wie passend angesichts der privaten Ereignisse…) und das Thema Altersvorsorge. Er entwickelt sich zu einem echten Experten für Riester, Rürup und Co. Der TSV Tempelhof-Mariendorf tritt derweil aus dem LAC Berlin aus und gründet gemeinsam mit dem SSV Lichtenrade eine neue LG: das Berliner Leichtathletik-Team Süd, kurz BLTS.

DEZEMBER
Das Jahr endet dort, wo es begann und wo auch das kommende beginnen wird: in Falkensee. Philip ist zurück im Havelland und fühlt sich gleich wieder pudelwohl. Er könnte pogen vor Freude – so wie die Massen beim Beatsteaks-Konzert in der Max-Schmeling-Halle. Doch halt. Bei aller Euphorie holt ihn der elende Papierkrams von Künstlersozialkasse, Arbeitsagentur und Gründerzuschuss rasch wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Weihnachten dann eine Premiere: Zum ersten Mal feiern Philips Eltern, Philips Tante und Cousinen, Maikes Oma und Maikes Eltern gemeinsam an einem Ort. Alle sind glücklich. Let’s do it again – in 2012!

1 Kommentar 27.12.11 17:15, kommentieren

Update

Für alle, die hier mitlesen und jetzt schon seit längerem enttäucht auf Updates warten: Ich habe zurzeit einfach keine Zeit, hier regelmäßig zu bloggen. Es wird aber am Jahresende ganz bestimmt wieder den beliebten Jahresrückblick geben - versprochen!

2 Kommentare 9.11.11 20:15, kommentieren

Trophäentag

Die Pokalübergabe ist erfolgt. Und Elisa lässt uns dazu noch wissen: "Meinem verkniffenen Gesichtsausdruck siehst Du an, dass ich wild entschlossen bin, den Pokal nächstes Jahr wieder auf seinen rechtmäßigen Platz auf MEINEM Regal zu stellen!" Wir werden sehen...

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Standesgemäßer Ausklang

Der 34. und letzte Spieltag war noch einmal ein Spiegelbild der gesamten Saison. Gewonnen hat natürlich Martin, Zweiter wurde August. Im Abschlusstableau findet sich exakt das gleiche Bild wieder: Martin hat gewonnen und ist am Ende als Achter sogar doch nochmal in die Radioeins-weite Top 10 vorgestoßen, August wird Zweiter. Der Pokal für den Gesamtsieger, so wurde mir aus sicherer Quelle berichtet, ist bereits aus Elisas Regal geräumt und wird in Kürze in einer kleinen feierlichen Zeremonie am Rande eines Musikquiz' an den Pearlyspencer überreicht. Allen anderen bleibt nur die Hoffnung auf die neue Saison - los geht's bereits am 5. August!

34. SPIELTAG:
Martin 13, August 12, Philip 11, Nico/Andreas S. 9, Stefan 8, Maike/Ole/Simone/Elisa 7, Andreas I. 6, Olaf 5, Bengt 0.

GESAMT:
Martin 251, August 219, Andreas I. 205, Andreas S. 197, Philip 195, Ole/Stefan 190, Nico 188, Elisa 186, Maike 177, Olaf 173, Simone 169, Bengt 111.

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Rückrundentabellenführerwechsel

Der Traum von Konzertticket - er ist wohl ausgeträumt. Nur 3 Punkte an diesem Wochenende sind eindeutig zu wenig für Martin, um radioeinsweit noch für Angst und Schrecken zu sorgen. Richten wir unseren Blick an diesem 33. Spieltag doch daher einmal auf einen ganz anderen, inoffiziellen Titel: den des Rückrundenbesten. Lange hat Martin auch hier geführt, doch mit seinen 7 Punkten an diesem Spieltag und insgesamt nunmehr 107 Punkten (Martin = 106) hat August ihm diese Führung inzwischen abgejagt. Spannung ist somit in der Tipprunde trotz Martins deutlicher Gesamtführung weiter gegeben.

33. SPIELTAG:
Elisa 8, August 7, Maike/Nico/Andreas S./Andreas I. 6, Ole/Simone 5, Philip/Martin 3, Stefan/Olaf 2, Bengt 0.

GESAMT:
Martin 238, August 207, Andreas I. 199, Andreas S. 188, Philip 184, Ole 183, Stefan 182, Nico/Elisa 179, Maike 170, Olaf 168, Simone 162, Bengt 111.

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Auf Rekordjagd

Zweifelt noch irgendjemand an Martins Sieg? Nein. Und inzwischen hat er sich neben der Meisterschaft wohl noch ganz andere Ziele gesetzt: Als er 2008/2009 erstmals den Pokal gewann, sammelte er im Verlauf 251 Punkte. Jetzt sind es nach 32 Spieltagen schon 235 geworden - zum Rekord fehlen ihm also noch 16, sprich 8 pro Spieltag. Und, nur mal so beiläufig erwähnt: Als Siebtplatziertem in der Radioeins-Gesamtwertung fehlen auch nur 7 Pünktchen auf den Platz an der Sonne und das MEGA-Konzertticket mit Freikarten gleich für mehrere hochattraktive Rock- und Popkonzerte im zweiten Halbjahr 2011!

32. SPIELTAG:
Martin/Olaf 11, August 8, Maike/Nico/Elisa 5, Ole/Andreas S. 4, Stefan/Simone/Andreas I. 3, Philip 1, Bengt 0.

GESAMT:
Martin 235, August 200, Andreas I. 193, Andreas S. 182, Philip 181, Stefan 180, Ole 178, Nico 173, Elisa 171, Olaf 166, Maike 164, Simone 157, Bengt 111.

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